Tag 1:
Ein alter Greis lehrt mich kochen, jagen und klettern. Ein Wildschwein zu erlegen stellt mich vor eine große Herausforderung, ob es daran liegt, dass ich eigentlich Vegetarierin bin? Ich denke, es ist eher die mangelnde Auge-Hand-Koordination.
Ich entdecke antike Tempel, in denen kostbare Schätze schlummern, durch Rätsel oder Feinde bewacht. Endlich genug gereift, schenkt mir der alte Greis einen Paragleiter, um das weite Land zu entdecken. Etwas Hintergrundwissen, das den Sinn meines Daseins offenbart darf natürlich auch nicht fehlen.
Arglos und mit kindlicher Neugier folge ich den wenigen Hinweisen die ich habe und begegne promt Feinden von unerwarteter Stärke. Zum Glück gibt es den Respawn-Button. In einem Gasthof gelandet führe ich viele, spannende Gespräche und bekomme sogar von einem versteckten Schatz zu hören! Für mich natürlich keine Challenge, nach wenigen Minuten bin ich um ein paar Rupees reicher.
Es geht in die nächstegelegene Stadt, in der vielerlei interessante Dinge auf mich warten. Dort angekommen kaufe ich Proviant, erfahre mehr über mich und meine Bestimmung und helfe einigen Bewohnern. Einer möchte, dass ich seine heiß geliebten Hühner wieder zurückhole. Interessant.
Ich ziehe weiter, in eine unheimlich langweilige Stadt. Hier in der Nähe betrete ich zum ersten Mal einen Tempel, dessen Herausforderungen mir haushoch überlegen sind. Ein Maschinenmonster mit Laserauge, Schild und Schwert stürtzt sich auf mich und im nächsten Augenblick renne ich schreiend aus dem Tempel. Für diesen bin ich wohl noch nicht bereit.
Ich breche auf gen Norden und begegne einem König, der um meine Hilfe bittet. Er meint mich aus einem anderen Leben zu kennen. Ein riesiges mechanisches Biest soll ich bezwingen und darüber Kontrolle nehmen. Leichter gesagt als getan, doch nach ein paar Anläufen schaffe ich es in das Innere des Monsters.
Ich besiege kleinere Monster und Rätsel und siegessicher meine ich gleich mit meiner Aufgabe fertig zu sein. Aus dem Nichts erscheint jedoch ein angsteinflössender Dämon, der die letzte Hürde zu sein scheint. Baff versuche ich ihm auch nur ein bisschen Schaden anzurichten, jedoch wissen wir beide, dass ich den Kürzeren ziehen werde. Ich brauche mehr Versuche als ich an meinen beiden Händen abzählen kann, jedoch ist auch der stärkste Gegner nicht unbesiegbar.
Erschöpft von diesem Kampf und mit bewussten Blick auf meine Verpflichtungen entscheide ich mich, für ein bisschen Zeit die Konsole wegzulegen und beschäftige mich mit dem echten Leben.